Discovery Channel schont die Umwelt – mit Avid-Workflows

Um weiterhin zu den führenden Sendern der Fernsehbranche gehören zu können, benötigte der Discovery Channel eine Lösung, die die Produktion einer rasant ansteigenden Menge hochwertiger Inhalte ermöglichte. Ein Wechsel von bandbasierten zu dateibasierten Workflows war erforderlich. Mit Avid Interplay und Unity ISIS hat der Sender nicht nur dieses Ziel erreicht, sondern er kann dank dieser Systeme sowohl Geld sparen als auch die Umwelt schonen.

Diese zwei Lösungen haben sich praktisch auf jeden Aspekt des Produktionsprozesses in der Asset-Management-Infrastruktur bei Discovery ausgewirkt und den Workflow insgesamt in mehrfacher Hinsicht umweltfreundlich gestaltet.

Discovery video

"Jeder in der Medienbranche weiß, dass Bänder extrem umweltschädlich sind", so Clayton Dutton, Vice President of Post Production and Media Operations bei Discovery Communications LLC. "Indem wir also weniger physische Bandressourcen verwenden, reduzieren wir die Auswirkungen auf die Umwelt."

Das Beste aus den Medien herausholen

Umweltbewusste Workflows bedeuten auch Wachstum in finanzieller Hinsicht. Mit einer Präsenz in über 100 Netzwerken weltweit ist sich Discovery der Tatsache bewusst, dass der Großteil des Erfolgs darin besteht, das Beste aus den Medien herauszuholen, indem Kosten gespart und gleichzeitig Zugriff, Offenheit und Qualität optimiert werden.

Clayton: "Es ist entscheidend, dass wir wissen, über welche Medien wir verfügen, womit wir arbeiten können und was wir weltweit bereitstellen können. Denn heutzutage gibt es Medien in so vielen unterschiedlichen Dateitypen und -arten: SD, HD und bald 3D. Hohe Auflösung. Niedrige Auflösung.  23,98. 24p.  30p. Es ist praktisch kein Ende in Sicht."

Vor der Ausstattung mit ISIS vor einigen Jahren wurden bei Discovery LVD SCSI-Laufwerke verwendet, was bedeutete, dass bei Ausfall eines Geräts oder für die Weitergabe von Medien Laufwerke entfernt und an ein anderes Gerät angeschlossen werden mussten. Heute ist fast alles mit Interplay verbunden, einschließlich Audio-Editing-Suites über Video Satellite. Über 2 Millionen Dateien können mit Interplay verfolgt werden.

Die Zeit war reif

Als vor mehreren Jahren in Discovery-Schnittstudios zwischen 10 und 15 Objekte geschnitten wurden, die innerhalb eines Tages auf Sendung gehen sollten, wurde beschlossen, dass die Zeit reif war, ein Asset-Management-System einzusetzen, das nicht nur den Leistungsanforderungen gerecht wird, sondern dabei auch eine Konfiguration gewährleistet, die so robust und stabil wie möglich ist.

Nach Clayton ging es dabei hauptsächlich um die Medien, darum, "was wir sehen und was wir anderen darüber berichten konnten."

Damit blieben drei Kriterien, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielten: Metadatenverwaltung, Stabilität und professioneller Support. Nach einer umfangreichen Recherche und einem Vergleich mit anderen möglichen Lösungen hatte Avid klar die Nase vorn. Heute nutzt Discovery den Vorteil einer Betriebszeit von 99,6 Prozent mit 33 HD-Studios, die drei Schichten am Tag ausführen und alle – manchmal gleichzeitig – auf DNX 145-Medien zugreifen.

"Wir beanspruchen unser System sehr", so Clayton, "und es funktioniert hervorragend."

Nicht nur erhält Discovery mit Interplay einen besseren Überblick darüber, welche Aufgaben durchgeführt werden und wo sich Dateien befinden, sondern der Sender kann sich nun auch darüber Gedanken machen, wie Workflows möglicherweise verbessert werden können.

Durch die Einführung von Interplay änderte sich die Denkweise bezüglich des Workflow-Managements bei Discovery. Heute herrscht die Ansicht vor, dass Vorgänge, die immer schon auf eine bestimmte Weise erfolgt sind, nicht zwingend weiterhin so ablaufen müssen.

Finanzielle Vorteile

Durch diesen Ansatz konnten die Prozesse im Netzwerk angepasst und diese Anpassungen so genutzt werden, dass sie sich direkt in der Bilanz von Discovery niedergeschlagen haben.

Bei der Produktion der britischen Dokumentation "Life" beispielsweise wurden fünf Editing-Sessions gleichzeitig ausgeführt, verschiedene Trailer geschnitten, neue Versionen ausgearbeitet und Promoclips für Werbekunden erstellt. In den Zeiten ohne Interplay und Unity ISIS hätten all diese Vorgänge doppelt oder dreimal so lange gedauert.

"Als wir uns diese zusätzliche Zeit in Zahlen vor Augen gehalten haben", so Clayton, "konnten wir schließlich auch den finanziellen Vorteil deutlich erkennen."

Distribution auf mehreren Plattformen

Für die Zukunft plant Discovery mithilfe von Asset-Management-Lösungen von Avid eine Strategie für die Verteilung auf mehreren Plattformen umzusetzen, die das Internet, mobile Plattformen, VOD und 3D umfassen. Mit Interplay können dann Cutter neu entwickelte Programminhalte für die Bearbeitung zum Schnittplatz migrieren und sie für jede Plattform vorbereiten.

 
 Interplay bietet uns allen eine Arbeitsumgebung, in der neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen werden.
Reggie Allen, Cutter bei Discovery

"Und eben dies ermöglicht uns allen, effektiver zu arbeiten", bemerkt Reggie Allen, preisgekrönter Cutter bei Discovery. "Interplay bietet uns allen eine Arbeitsumgebung, in der neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit geschaffen werden. Ich arbeite mit fünf unglaublich talentierten Cuttern zusammen", erzählt er, "die alle eine vollkommen andere ästhetische Herangehensweise an das Material haben als ich. Niemand ist besser oder schlechter als der andere, es arbeiten nur alle an ihrem Schnittplatz in unterschiedlichen Aufgabenbereichen."

"Und damit verändern sich die Beziehungen untereinander und auch der gegenseitige Respekt. Zum Beispiel schickt mir ein Kollege über Interplay die Nachricht 'Schau dir das mal an'. Und anstatt den ganzen Weg zu seinem Schnittplatz zurücklegen zu müssen, werfe ich sofort einen Blick drauf und schreibe schnell zurück, was ich davon halte."

"Denn wir leben mittlerweile in einer 'Drag-and-Drop'-Welt. Diese ganzen Tools haben den Weg geebnet für eine Form der Zusammenarbeit, die wesentlich gleichberechtigter ist."

Erfolg Hand in Hand mit Umweltschutz

Vor einiger Zeit wurde bei Discovery noch mehr oder weniger abgeschirmt vom Rest des Unternehmens gearbeitet. Discovery hatte seinen Sitz an dem einen Ort, Animal Planet an einem anderen und TLC wieder an einem anderen. Heute sind die Sender eng miteinander verbunden und jeder hat einen Einblick in den Aufgabenbereich des anderen, was den Beitrag jedes einzelnen umso bedeutender macht. Der Erfolg des Discovery Channel ist sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht unübertroffen.

"Wir konzentrieren uns besonders darauf, wie wir als effektives und innovatives Unternehmen weiter wachsen können", so Clayton.

"Dies macht das Ganze lohnenswert", betont Tory Capezza, Media Asset Manager bei Discovery Channel. "Ich schaue gern in unsere Zukunft und bin gespannt, was wir noch schaffen werden und wie wir es besser, schneller und leichter schaffen. So macht die Arbeit richtig Spaß."