Ellen macht Ernst – mit Kooperationslösungen von Avid
Ellen DeGeneres ist ... Eigen. Etwas "ver-rückt". Kein Ego-Mensch. Echt. Eine wirklich gute Tänzerin. Aber vor allem eins: witzig. Hinter den Kulissen jedoch machen Ellen und ihre Crew Ernst.
Für eine Episode plante Ellen beispielsweise, George Clooney ins Studio einzuladen, da sich sein Büro direkt gegenüber befindet. Der Köder, so beschlossen Ellen und ihr Team, sollte eine Retrospektive früherer Versuche sein, um dem Ganzen einen komödiantischen Touch zu verleihen. Hierfür mussten sie allerdings 17 bis 18 Shows durchgehen, in denen Clooney erwähnt wurde, und daraus eine Clip-Liste erstellen.
Ein anderes Mal war Ellen mit Britney Spears unterwegs, und zog auch mit Paris Hilton durch die Clubs. "Für so etwas gibt es kein Skript", erklärt Senior Editor Clark Burnett. "Sie ist sehr spontan. So entsteht noch in letzter Minute eine Menge zusätzliches Material, das wir dann blitzschnell fertigstellen müssen."
Hand in Hand
Der Schlüssel zum Erfolg der gesamten Produktion ist Teamwork. Um mit der Geschwindigkeit der Show mitzuhalten, müssen sich mehrere Cutter nach Belieben die Timelines zuspielen können – ohne Netzwerk- oder Software-Probleme. In einer Avid-Umgebung und mit dem Avid Unity MediaNetwork ist das ganz einfach, und niemand muss sich darüber Gedanken machen, ob und wie zum Beispiel zwei Cutter gemeinsam mit Media Composer arbeiten können. Es ist wie bei Ellen und ihren Gästen: Alles harmoniert bestens miteinander.
Zurzeit werden für die Produktion der Show zehn Media Composer-Editing-Systeme, ein Avid Unity-Zentralspeicher-Netzwerk, ein Thunder-Grafik-Produktionsserver und Deko für die Grafikbearbeitung eingesetzt.
Nachdem Ellen und ihre Crew vor allem aus Kostengründen bei der letzten Staffel auf Final Cut Pro setzten, verlassen sie sich nun wieder ganz auf Avid. Einer der Hauptgründe war die bei Final Cut Pro fehlende Option, die Studioumgebung so umfassend zu vernetzen und aufeinander abzustimmen, wie es die Ellen-Show erforderte. Bei Avid-Systemen hingegen zählen all diese Möglichkeiten zur Standardausstattung.
Entsprechend schnell ließen sich wirklich überzeugende Resultate erzielen. Von der Art der Medienspeicherung bis zur Freigabe von Bins für bestimmte Projektbeteiligte lassen sich Avid-Systeme so konfigurieren, dass Probleme seitdem praktisch gar nicht erst aufkommen.
Für kleinere Produktionen kann Final Cut Pro durchaus fantastisch funktionieren. Wir allerdings sind längst darüber hinaus.
Die Vorteile auf einen Blick
Die Avid-Lösungen, die das Ellen-Team jetzt einsetzt, bieten unzählige Vorteile. Hauptargument für eine vernetzte Avid-Umgebung ist jedoch, dass wirklich alle Beteiligten parallel auf die benötigten Medien zugreifen und beliebig daran arbeiten können.
"Ich musste mir nie Gedanken machen, ob zwei Media Composer-Cutter gleichzeitig über das Zentralspeichersystem auf die Projektdaten zugreifen können", so Jason Schroeder (Ingenieur bei der Produktionsfirma Telepictures, die für die Ellen DeGeneres Show verantwortlich zeichnet). "Der eine Editor schließt eine Sequenz, der andere öffnet sie – alles funktioniert vollkommen reibungslos."
Das Originalmaterial liegt hauptsächlich im DVCPro HD-Format vor, hinzu kommen Außenaufnahmen in verschiedenen weiteren Formaten, von P2 über XDCAM HD bis hin zu simplen DV-Kameraformaten. Für die Aufzeichnung der Show kommt ein Omneon-Mediaserver zum Einsatz, von dem aus alle Materialien in das Avid Unity-Zentralspeichersystem überführt werden.
Avid Unity ist für die gesamte Produktion von entscheidender Bedeutung, da eine kleine Armee von Mitarbeitern parallel auf die unterschiedlichsten Medien zugreifen können muss. Und weil Ellens Tanz ein sehr wichtiges Element der Show ist, gibt es noch ein 15-minütiges Pre-Show-Segment, in dem sie das Publikum anheizt. Dieses Material wird anschließend auf kompakte 90 Sekunden zusammengeschnitten und zu Beginn der Show (innerhalb von 20 Minuten nach Aufzeichnung) ausgestrahlt.
Sogar die Werbeabteilung ist über ein Media Composer-Satellite-System und eine Slave-Einheit im Studio in die Produktion eingebunden. So können auch diese Mitarbeiter über die Studio-Server auf benötigte Medien zugreifen, Werbebeiträge im Home-Office bearbeiten und die fertigen Medien von dort aus wieder ins Studio zurückspielen.
The Show Must Go On – jeden Tag
Und dies alles ist nur die Spitze des Eisbergs. Jeden Tag eine neue Folge der Ellen DeGeneres Show zu produzieren, ist keine leichte Aufgabe. Zwei Package-Editoren sind für die Bildmontage und die emotionalen Komponenten zuständig, und ein Post-Production Supervisor für die Medienverwaltung via Unity – von sauberen Ausgangssignalen für die Aufzeichnung auf Band bis zum Brennen von DVDs.
Der Show-Editor und der Regieassistent sorgen dafür, dass der zeitliche Ablauf stimmt, und ein Tease-Editor digitalisiert die Show noch während der Ausstrahlung und stellt daraus Trailer zusammen. Währenddessen erstellt ein Grafikdesigner, der auf sämtliche Media Composer- und Avid Unity-Ressourcen Zugriff hat, die Grafikkomponenten mittels externer Software plus Thunder und Deko.
Bei früheren Staffeln der Show erforderte dies alles Produktionszeiten von sechs bis sieben Stunden. Jetzt dauert es nicht einmal mehr halb so lang. Und das macht nicht nur die eigentliche Produktions-Crew glücklich, sondern lässt auch den anderen Mitarbeitern mehr Zeit, um die nächste Folge vorzubereiten.
Natürlich kann jede TV-Produktion letztlich nur so gut sein wie der Support im Hintergrund. Als es bei der vorhergehenden Staffel zu produktionskritischen Problemen kam, reagierte Avid äußerst schnell und hilfsbereit, nicht nur in Bezug auf den technischen Support. Hilfreich war zudem die beträchtliche Erfahrung des Ellen-Teams, das Avid-Systeme bereits in der Vergangenheit eingesetzt hatte. Dementsprechend freuten sich viele, wieder mit Avid arbeiten zu können – und bedauerten, sich jemals anders entschieden zu haben.
Was Avid für das Team bedeutet
Dies spiegelt sich auch darin wieder, wie das Team das Unternehmen Avid insgesamt sieht: "Avid hat sich aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs von einem kompetenten, aber etwas kostspieligen Riesen zu einem in Wandlung begriffenen Unternehmen entwickelt", stellt Schroeder fest. "Jetzt ist Avid zurück, mit der Prämisse, die Kunden bestmöglich dabei zu unterstützen, gutes Fernsehen zu produzieren, und für optimale Produktionsbedingungen zu sorgen.
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Workflow-Diagramm
Sehen Sie hier, wie die Ellen DeGeneres Show funktioniert
Equipment
- Vollständiger DVCPro HD-Workflow (End-to-End)
- 6 Live-HD-Kameras
- Omneon-Server (konvertiert HD-Daten in DVCPro100 1080i)
- Avid Unity MediaNetwork 5 – 64 TB (8 x 8 TB Media Engine)
- HD-Grafiken über Deko und Thunder
- 10 Media Composer Nitris DX-Systeme (Fibre Channel)
- 8 für die Kreativ-Redaktion
- 2 fürs Engineering
