Fuse TV: Enterprise Media Management – Blick in ein Unternehmen

Über die letzten Jahre hinweg bot Fuse TV den Fans weltweit Musik in einer völlig neuen Dimension. Und nun werden die Systeme im Haus überholt und mit den fortschrittlichsten Workflows der Branche ausgestattet – dank dem Enterprise Media Management-Rahmenwerk, das auf Avids Media Asset Management(MAM)-Technologie basiert.


Umfassende MAM-Lösung

Vor MAM nutzte Fuse auf der Broadcast-Produktionsseite Avid Interplay Production-Komponenten, während die Bereitstellung auf mehreren Veröffentlichungsplattformen über Final Cut abgewickelt wurde. Die Handhabung eines isolierten Multiplattform-Workflows basierend auf Final Cut war mühsam: Es erforderte das Austauschen tragbarer Laufwerke und es war schwierig, den Überblick über die Dateien zu bewahren. Mit der Nutzung der Avid Interplay Production-Komponenten wurde der Workflow um ein Vielfaches flüssiger.

Nach Abschluss der in drei Phasen verlaufenden Implementierung der Avid-MAM-Technologie werden die bis dato isolierten Bereiche Vorproduktion, Postproduktion und Distribution bei Fuse über eine einheitliche Datenbank und ein Repository vereint sein, die den Vorteil bieten, dass Ressourcen jederzeit sichtbar sind, egal, wo sie sich befinden.

Logische Erweiterung von Interplay Production

Fuse begann vor vier Jahren, Avid Interplay Production zur Organisation seines Editing-Bereichs zu nutzen. Zwei Jahre später begriff Ed Russo, Vice President of Network Operations, dass es nicht ausreichen würde, nur die Produktion neu zu organisieren. Er musste das gesamte Asset-Management neu gestalten, um den Broadcast-Bereich und die Multiplattform-Organisation effizient zu unterstützen.

Ed hatte bereits eine sehr gute Vorstellung davon, was mit Media Asset Management-Technologie erreicht werden konnte, und verstand, dass eine MAM-Lösung die logische Erweiterung dessen war, was Fuse mit Interplay Production-Komponenten bereits tat. Die Integration der neuen MAM-Technologie würde auch wesentlich einfacher sein, da Fuse bereits Avid-Hardware- und -Software im Betrieb sowie ein Avid Professional Services-Team zur Seite hatte, das ihre Workflows und Prozesse kannte.

Am wichtigsten für Fuse war die Einbindung von Vor- und Postproduktion. Ein Mitbewerber hatte ein tolles Produktionstool, konnte aber keine Software anbieten für Personen, die nicht in der Produktion arbeiten. Davon abgesehen war kein Anbieter in der Lage, eine Medienmanagementlösung bereitzustellen, die alle Abläufe von der Produktion über die Distribution bis hin zu den Geschäftsprozessen umfasste.

Umstieg in mehreren Phasen

Da Avid MAM eine umfassende Lösung ist, die einen vollständigen End-to-End-Workflow bietet, waren sich Fuse und Avid einig, dass eine Implementierung in mehreren Phasen die beste Lösung war.

Was Fuse am dringendsten benötigte, war die Fähigkeit, Inhalte auf digitalem Weg zwischen Avid und Final Cut auszutauschen, eine timecode-genaue Desktop-Lösung für den Rohschnitt und das Anzeigen von Proxys, die Möglichkeit, Daten aus der vorhandenen File Maker-Datenbank zu importieren, sowie ein Archivsystem.

"Angenommen, wir hätten einen neuen Mitarbeiter, der uns fragt, wie wir im Vorjahr ein Projekt abgewickelt oder was wir damit gemacht hatten", beschreibt Russo das Szenario. "Wir brauchten die Möglichkeit, über einen Desktop-PC ins System zu gehen, alte Medien anzusehen und daraufhin entscheiden zu können, wie wir ein Projekt weiterführen sollten." Diese Funktionalität wurde in der ersten Phase mehreren Produktionseinheiten zur Verfügung gestellt.

Die zweite Stufe wird die Möglichkeit bieten, medienfremde Ressourcen zu integrieren, und ein Modul für die Überprüfung und Genehmigung bringen. Produzenten und Manager werden von ihrem Arbeitsplatz aus Inhalte im System anzeigen und ihre Anmerkungen in Form von Markern direkt in die Timeline einbetten können oder sie in Form durchsuchbarer Metadaten speichern.

Direkt im Anschluss bringt die dritte und letzte MAM-Umsetzungsphase die Implementierung des Bereitstellungsmanagements und der Workflow-Prozesse für die Multiplattform-Distributionsgruppe. In diesem Rahmen werden der Editing-Workflow sowie die Bereitstellung online, auf mobilen Endgeräten und in Form von Video on Demand ebenso wie die Verfolgung von Ressourcen und Aktivitäten organisiert.

Allen Anforderungen gerecht

Die ersten Rückmeldungen zur Technologie und zum Fortschritt der Partnerschaft zwischen Fuse und Avid war durchgehend positiv. Creative Services und die Werbeabteilung sind gespannt und erfreut und unterstützen den Umstieg. Die Multiplattform-Gruppe kann es laut Russo kaum erwarten, mit den Systemen zu arbeiten, die die Phase drei mit sich bringt.

Gute Neuigkeiten

"Ich glaube, noch nicht alle bei Fuse verstehen so ganz, wie sehr ihre Arbeit sich durch dieses neue MAM-Komplettsystem verbessern beziehungsweise verändern wird", gesteht Ed Russo ein, "aber wir informieren nach und nach alle und bis jetzt haben wir nur positives Feedback erhalten."