UNLV macht Schlagzeilen mit Avid iNEWS

Die neue Hank Greenspun School of Journalism and Media Studies ist inzwischen eines der sehenswertesten Gebäude auf dem UNLV-Campus. Das liegt aber nicht nur an ihrer eleganten, ultramodernen Architektur. Ein Aspekt, der in ganz Las Vegas Schlagzeilen macht, ist ihre hochmoderne Nachrichtenproduktionstechnologie – Avid iNEWS.

Die neue Journalismus-Hochschule hat in relativ kurzer Zeit große Fortschritte gemacht. In ihrem vorherigen Gebäude waren die Studios seit 1965 nicht mehr umgebaut worden. Wegen des veralteten Equipments waren fast ständig Reparaturen erforderlich und die notwendige Umstellung von bandbasierten auf dateibasierte Workflows konnte nicht durchgeführt werden. Die vor kurzem erfolgte Installation des iNEWS-Systems hat bereits jetzt tief greifende Auswirkungen auf alle Aktivitäten der Hochschule, von der Produktion bis hin zu Kerngrundsätzen der Lehre.

"Wir machen alles mit iNEWS", bestätigt Laurie Fruth, General Manager von UNLV TV und Assistant Director der School of Journalism and Media Studies. "Wir produzieren und genehmigen Beiträge, erstellen jeden Tag einen Sendeablaufplan, senden Beiträge, rufen für alle externen Elemente eine Video-ID ab ... Im Grunde passen wir iNEWS immer so an, wie wir es gerade brauchen."

Die iNEWS-Installation dient als Plattform für die Nachrichtenproduktion und hat erhebliche Auswirkungen nicht nur auf die Hochschule selbst, sondern auch auf die Stadt Las Vegas. Fast täglich rufen Interessenten an, die das Studio für eigene Nachrichtenprogramme nutzen möchten.

Auf einer Goldmine

"Wir sind ziemlich sicher, dass wir hier auf einer Goldmine sitzen", schwärmt Laurie Fruth. "Das hat sogar dazu geführt, dass wir erst einmal juristische Fragen im Hinblick darauf klären müssen, was wir als Bildungseinrichtung, die mit staatlichen Mitteln und Spenden gebaut wurde, überhaupt tun dürfen."

Durch die neuen Möglichkeiten in der Nachrichtenproduktion haben sich an der Hochschule sowohl die Lehrmethoden als auch der Studienplan erheblich verändert, sodass Medien für verschiedene Zwecke genutzt werden können. Zum Beispiel ist es jetzt möglich, Material für eine Fernsehsendung zu drehen und dieses für einen Nachrichtenbeitrag anzupassen.

iNEWS wird in grundlegenden Lehrveranstaltungen zum Thema Produktion vorgestellt und später in Editing-Kursen erneut aufgegriffen. Wenn die Journalismus-Studenten schließlich beim Thema Nachrichten angelangt sind, verfügen sie bereits über fundierte Kenntnisse der Technologie und ihrer Anwendung. Dieses Arbeiten mit iNEWS trägt entscheidend dazu bei, die Studenten gut auf eine journalistische Laufbahn vorzubereiten. Laurie Fruth: "Dadurch, dass wir möglichst viel praktische Erfahrung in das Studium integrieren, sind unsere Absolventen in der Lage, sich in einem Fernsehstudio auf Anhieb zurechtzufinden."

Die Zukunft des Broadcasting

iNEWS sorgt nicht nur dafür, dass alle Beteiligten in der Produktionskette eng miteinander verbunden sind, sondern soll auch dazu beitragen, dass das Studio in Zukunft über die Produktion von Nachrichtensendungen hinausgehen und sein Publikum über verschiedene Kanäle erreichen kann – von Fernsehen über Radio und Internet bis hin zu mobilen Anwendungen.

Als die Planung für das Studio vor sechs Jahren begann, waren Facebook und Twitter noch nicht so allgegenwärtig wie heute. Angesichts des rasanten technologischen Wandels wurde das Studio nie als statischer Ort betrachtet, sondern als Umgebung, die sich ständig weiterentwickeln und dabei sowohl mit dem Nachrichtenproduktionsmarkt als auch mit der zugrunde liegenden Technologie Schritt halten soll. Innerhalb der nächsten sechs Monate plant die Hochschule, iNEWS mithilfe von Active Content Manager direkt mit anderen Systemen zu verbinden, die eine Veröffentlichung auf mehreren Plattformen ermöglichen.

Laurie Fruth: "Das ist ganz sicher unser Ziel. Auch wenn wir dort noch nicht wirklich angekommen sind, ist das Internet die erste Station. Danach werden wir wahrscheinlich mobile Anwendungen einbeziehen oder weitere Medien, die bis dahin an Relevanz gewinnen. Das Gute ist, dass wir jetzt die Technologie und die Workflows haben, die notwendig sind, um Inhalte bei Bedarf für die unterschiedlichsten Zwecke bereitzustellen. Wir können bestimmte Sendungen präsentieren und streamen sowie Inhalte aus unseren zentralen Nachrichten-Assets für Webcasts verwenden."

Eine ausgemachte Sache

Als der Zeitpunkt gekommen war, einen Technologieanbieter zu wählen, war die Entscheidung praktisch eine ausgemachte Sache. So wurde kein anderes Nachrichtenredaktions-Computersystem auch nur in Erwägung gezogen. Schon lange bevor das neue Studio der School of Journalism and Media Studies geplant wurde, hatte die Hochschule stets Avid-Produkte eingesetzt. Obwohl die Verwaltung darauf drängte, Alternativen in Betracht zu ziehen, wünschten sich die Mitarbeiter eine Lösung, die ihnen bekannt war und sich als zuverlässig erwiesen hatte. "Außerdem", ergänzt Laurie Fruth, "wollte ich einen nahtlos integrierten Prozess von Ingest bis Playout und ich wusste, dass wir den nur mit iNEWS bekommen würden."

Die Auslastung hat sich gegenüber dem ersten Semester verdreifacht, teilweise aufgrund der gesteigerten Erwartungen der Universitätsverwaltung, deren Angehörige sehr an einer Nutzung des neuen Studios interessiert sind. Sogar der Dekan hat zurzeit eine eigene Sendung. All dies verheißt Gutes für die Zukunft von iNEWS an der UNLV.

Früher haben an der School of Journalism and Media Studies nur 9 bis 10 Studenten die Lehrveranstaltung zum Thema Nachrichten besucht. Im ersten Semester nach der Eröffnung des neuen Studios mit den neuen iNEWS-Systemen hat sich diese Zahl verdreifacht. Das Studio war Gegenstand eines Zeitungsberichts und wurde im Fernsehen vorgestellt. "Jetzt sind Leute auf uns aufmerksam geworden, die sich vorher nicht für uns interessiert haben", so Laurie Fruth. Obwohl es noch zu früh ist, um genau sagen zu können, wohin diese öffentliche Aufmerksamkeit führen wird, ist doch klar, dass die neue School of Journalism and Media Studies die Art von Nachrichten liefert, für deren Produktion iNEWS letztendlich entwickelt wurde.