Führender Tontechniker auf Tour mit Peter Gabriel, Robert Plant und VENUE

In die Elite der angesehensten Live-Tontechniker der Branche gelangt man nur mit viel Talent, Vielseitigkeit und Leidenschaft. Genau diese Eigenschaften machen Ben Findlay zur ersten Wahl für so unterschiedliche Künstler wie Paul McCartney, Sting, Robert Plant und sogar Dame Edna Everage, um nur einige wenige zu nennen.

Findlay erlernte sein Handwerk in den angesehen Real World Studios (Großbritannien) und entwickelte seine Fertigkeiten in den ersten Jahren des Übergangs von Analog- zu Digitalverfahren weiter – einer Zeit, in der der bewährten Analogtechnik meist noch der Vorzug gegeben wurde. Diese frühe Gelegenheit, beide Seiten kennenzulernen, weckte Findlays Begeisterung für neue Technologie und ist der Ursprung für seine unnachahmliche Fähigkeit, Methoden der "alten Schule" mit modernen Produktionstools zu vereinbaren. Es überrascht daher nicht, dass Avid VENUE-Systeme die Liste der von Findlay bevorzugten Live-Konsolen anführen.

"Ich habe ziemlich viel in Studios gearbeitet und fühle mich deshalb mit der Pro Tools-Umgebung sehr wohl", erklärt Findlay. "Diese Umgebung spiegelt sich im VENUE-Workflow sehr gut wider. Er ist so logisch und unglaublich leicht zu lernen und man kann Einstellungen speichern und abrufen – das alles ist sehr effizient. Ich kann die VENUE genau so einrichten, wie ich sie brauche, und dann die Arbeit für ein paar Tage unterbrechen. Und wenn ich zurückkomme, kann ich ganz einfach da weiterarbeiten, wo ich aufgehört habe."

Gute Gründe für VENUE Profile

Findlay ist derzeit vielseitig beschäftigt: Er bedient die Fader sowohl für Peter Gabriels aktuelle Tour "Back to Front" als auch für die Südamerika-Tour von Robert Plant und den Sensational Space Shifters.

"Wir setzen eine VENUE Profile für beide [Touren] ein", so Findlay. "Für Peter verwenden wir 96 Eingänge und für Robert 48. Als ich angefangen habe, mit VENUE-Systemen zu arbeiten, habe ich zunächst die D-Show-Oberfläche verwendet, die größer ist. Aber ich habe für beide Touren zur Profile gewechselt und ihre kompaktere Größe und effiziente Ergonomie wirklich schätzen gelernt. Für Peter Gabriel verwenden wir auch das VENUE Stage Rack mit etwa 70 Eingangskanälen, darunter Umgebungsmikrofone und Talk Backs.

Vom Studio auf die Bühne

Aufgrund seines Hintergrunds als Aufnahmetechniker schätzt Findlay die nahtlose Integration des VENUE-Systems in Pro Tools und die Möglichkeit, einige der von ihm besonders bevorzugten Studio-Tools in eine Live-Situation einzubringen.

"Die Interoperabilität zwischen VENUE und Pro Tools bietet gewaltige Vorteile", betont er. "Ich bringe mein eigenes Pro Tools-Rig mit, wann immer möglich. Ich nutze Multitracking für fast jede Show; dadurch bekomme ich einen vollständigen Verlauf. Wenn es ein Problem gibt, gehe ich einfach zu den Dateien der Show zurück, um zu sehen, wo das Problem aufgetreten ist und wie es sich geäußert hat."
"Ich bin auch ein großer Fan von Virtual Soundcheck. Selbst wenn die Band gar nicht kommt, spiele ich einfach die Show vom vorigen Abend als Loop ab und korrigiere in aller Ruhe, was nötig ist. Virtual Soundcheck bietet in mancher Hinsicht mehr Kontrolle als eine Live-Soundcheck-Umgebung. Wenn Sie z. B. die Drum-Tracks abspielen, sind Pegel und Intensität genau wie bei der echten Show. Das ist unwahrscheinlich effizient und befreiend."

Mehr Leistung durch Plug-Ins

Plug-Ins kommt in Findlays Live-Sound-Instrumentarium eine immer größere Bedeutung zu. Während seiner vielen Jahre im Studio hatte er reichlich Gelegenheit, seine Auswahl in der reichhaltigen Pro Tools-Bibliothek zu treffen. Die native Unterstützung in VENUE ermöglicht es ihm endlich, viele der von ihm bevorzugten Plug-Ins auch für Touren einzusetzen.

"Ich nutze die Onboard-Verarbeitung von VENUE ausgiebig", erklärt er. "Mir gefallen außerdem die Sonnox Oxford-Plug-Ins und [das Plug-In] Sonnox Inflator für Drums, dazu kommt ab und zu der Mix Bus. Für Gesang nehme ich recht oft den LA-2-[Kompressor-]Emulator und die Sachen von Bomb Factory."

Abschließend stellt Findlay fest, dass dem VENUE-System mit all seinen Funktionen in erster Linie die Aufgabe zufällt, kreatives Arbeiten zu erleichtern. "Das System ist so intuitiv und leistet so viel. Ich finde ständig neue und kreative Methoden, damit zu arbeiten."