Vom Broadway zum West End mit Gareth Owen und VENUE

Gareth Owens Weg zu einem der produktivsten jungen Sounddesigner der heutigen Musical-Landschaft begann – wie bei vielen anderen auch – mit kindlicher Neugier. Frühe Erfahrungen in der Welt der Theaterproduktion (die er seinem Vater zu verdanken hatte) weckten in ihm den Wunsch, jede Gelegenheit zum Lernen wahrzunehmen, mit beiden Händen zu packen und so viel Wissen herauszuziehen wie irgend möglich.

Owen entwickelte sich zum klugen Netzwerker, und seine ersten Schritte im Bereich Live-Konzert führten schließlich zur Begegnung mit dem erfahrenen Toningenieur Gert Sanner, der Owen die Möglichkeit bot, bei einer West End-Produktion von The Blues Brothers einzuspringen. Da Owen immer bereit war, solche Chancen zu ergreifen, nahm er die Herausforderung begeistert an. Dies war der Anfang einer großen Karriere.

Seit dieser Zeit wächst Gareth Owens Liste mit Credits und Auszeichnungen stetig und umfasst zahllose weltbekannte Produktionen vom Broadway bis zum britischen West End und ganz Europa. Er ist der jüngste Tonmann, der jemals für einen Tony Award in der Kategorie Sounddesign nominiert war (für seine Mitarbeit an Trevor Nunns Broadway-Produktion A Little Night Music), und auch der jüngste, der jemals zu den Nominierten für einen Olivier Award zählte (für die Mitarbeit an Terry Johnsons End of the Rainbow, die ihm zugleich seine zweite Tony-Nominierung einbrachte).

Heute arbeitet Owen vollkommen unabhängig und ist sehr gefragt – stets bestrebt sich weiterzuentwickeln und das Musiktheater für sein Publikum Abend für Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen. Wenn es um die Auswahl des Tonpults geht, das diesem Anspruch gerecht wird, setzt Owen auf Avid VENUE-Systeme.

„Zur Zeit setzen wir die VENUE Profile sowohl bei der West End- als auch bei der Broadway-Produktion von End of the Rainbow ein, außerdem bei den britischen, italienischen und französischen Produktionen von Sister Act und der internationalen Produktion von The Sound of Music“, erklärt er. „Das ist genau die Konsole, die wir für diese Art von Veranstaltung haben wollten.”

Auf die Frage, welche Features VENUE immer wieder zum System der Wahl werden lässt, nennt Owen als erstes die leistungsstarke Automation. „VENUE bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, den gesamten Show-Ablauf unglaublich zu vereinfachen – wie wir es mit einer anderen Konsole niemals realisieren könnten. Bei einem komplexen Song arbeiten wir zum Beispiel viel mit VCAs und Vocal-Mic-Automation. Mit einem traditionellen Pult muss man den Band-Mix dann immer in alle Monitormischungen einbeziehen, wenn man die einzelnen Einsätze mitsamt Band-Mix per Recall aufrufen will. Und jedes Mal, wenn der nächste Einsatz kommt und man die Taste drückt, wird auch der Band-Mix zurückgesetzt. Mit VENUE-Systemen hingegen können wir für den Band-Mix eine separate Monitormischung und VCA-Gruppe erstellen. Wenn man dann während des Songs ‚Go‘ drückt, um die Einsätze für die Sänger umzuschalten, bleiben die Band-Kanäle unverändert bestehen. Das ist gerade beim Mischen von Theaterproduktionen extrem hilfreich, und in dieser Hinsicht kann keine Konsole einer VENUE das Wasser reichen.“

Gleichermaßen begeistert ist Owen von der Tatsache, dass VENUE-Systeme auch die Nutzung der riesigen Pro Tools Plug-In-Library ermöglichen. „Die Plug-In-Architektur der VENUE-Umgebung ist absolut fantastisch. Ich kann Plug-Ins ganz einfach in Szenen integrieren, komplett verändern oder nach Belieben wieder aufrufen, wie es gerade am besten passt. Und weil die meisten Musiker mit Pro Tools produzieren, kann ich live genau dieselben Plug-Ins einsetzen, die sie auch im Studio nutzen. Falls ich ein Plug-In mal nicht besitze, kann ich es schnell herunterladen und dann Presets austauschen und meinen Künstlern exakt den Sound bieten, den sie gewohnt sind. Sehr cool.“

Bei Musical-Produktionen erfordert das Sounddesign eine optimale Zusammenarbeit zwischen Schauspielern und Musikern, und da verlässt sich Owen mittlerweile am liebsten auf das Personal Q- (PQ-) System, um seinem Team mit perfekten Monitormischungen ideale Voraussetzungen zu bieten. „Ich mag die PQ-Steuerung sehr und nutze dieses System fast immer. Die Band-Mitglieder lieben die Freiheit, ihre eigenen Mischungen zu erstellen, und ich schätze diese Lösung, weil ich genau sehe, was sie so machen. Besonders praktisch ist es, wenn zum Beispiel jemand aus der Band meint: ‚Ich habe das Schlagzeug nicht auf dem Kopfhörer‘, und ich dann einfach nur nachschauen muss und ihm sagen kann: ‚Klar, Du hast den Kanal ja auch ausgeschaltet‘. Diese Momente genieße ich immer sehr.“

Da Owen bekannt dafür ist, dass er sein Wissen und seine Kreativität stetig zu erweitern sucht, eröffnet ihm die Flexibilität der VENUE-Umgebung zudem immer neue Spielräume. „Theaterton ist außerordentlich dynamisch, und die ständige Suche nach besseren, innovativen Arbeitsabläufen erfordert kreatives Denken, bei jeder Produktion aufs Neue. Die VENUE-Systeme bieten eine einzigartige Freiheit und haben mir schon so einige unglaublich hilfreiche, effektive Lösungen ermöglicht.“