Wie der Vater, so der Sohn: 2x VENUE auf der J.Lo-Tour

Während Familienbeziehungen in der Musikindustrie beinahe zum Geschäft gehören, ist es doch etwas ungewöhnlich, dass zwei zentrale Positionen auf einer großen Tour durch ein Vater-Sohn-Team besetzt sind: Bei der jüngsten Konzertreise von Superstar Jennifer Lopez bleibt alles in der Familie.

J.Lo-FOH-Techniker Rick Camp ist ein Livetontechniker, der bereits mit Destiny's Child und Beyoncé zusammengearbeitet hat. Sein Sohn Noel Edwards ist auf der Tour für das Monitoring verantwortlich. Und Abend für Abend sind beide hinter dem eigenen VENUE-System zu finden: Camp hinter seinem VENUE D-Show-System und Edwards hinter seinem VENUE Profile.

Um die ganze Band zu versorgen, nutzt jedes System ein paar Stage Racks, sodass insgesamt 70 Eingänge zur Verfügung stehen.

Für seine Monitor-Mixes arbeitet Edwards am liebsten mit dem Profile-Pult. "Ich mag die kompakte Oberfläche, weil ich damit sehr schnell bin", erklärt er uns. "Ich habe jede Menge Kanäle doppelt. Jennifer zum Beispiel hat einen Kanal für ihr Hauptmikro und einen für den Kopfhörer und für jeden der beiden Kanäle einen Ersatz. Das sind bereits vier nur für sie."

Camp arbeitet entweder mit dem D-Show- oder dem Profile-Pult. "In letzter Zeit war mir Profile lieber", erwähnt er. "Aber die Systeme sind fast austauschbar, zumindest aus der Sicht des Benutzers. Da kann man sich sehr schnell umstellen."

Auf die Frage nach Plug-Ins gesteht Camp ein, dass er ziemlich sparsam ist beim Haus-Mix. "Ich verwende kaum Plug-Ins, nur ein wenig EQ und Kompression. Nichts Exotisches. Das meiste beim EQing mache ich mit der integrierten Funktion auf VENUE, die ich echt liebe, und bei der Kompression mit den Keyboards. Bei J.Los Vocals nehme ich das Sony Oxford-Plug-In. Ich bin ein Fan des Waves SSL-Kompressors und -EQs, und auch den L3 Ultramaximizer und MaxxBass benutze ich oft."

Obwohl Camp zugibt, dass er ein Analog-Fan der alten Schule ist, schreckt er vor digital auch nicht zurück. "Ich mag die Snapshot-Automation bei größeren EQ-Änderungen, gerade bei einigen der Backing-Loops. Aber das meiste mache ich live, analog."

Dank der engen Integration des VENUE-Systems mit Pro Tools wird jeder Auftritt in ein Pro Tools|HD-System, das an das FOH-System angeschlossen ist, auf mehreren Spuren aufgezeichnet. Dadurch kann Camp auch die Virtual Soundcheck-Funktion ausgiebig nutzen. "Wir waren vor ein paar Monaten ein paar Tage in der Mohegan Sun Arena, einer Halle in Connecticut mit 10.000 Sitzplätzen, und da konnte ich die Proben aufzeichnen und aus diesen Aufnahmen den Mix feintunen", erzählt Camp. "Das ist toll, weil ich ja nicht dort sitzen und die Band jedes Mal zurückspulen kann, wenn ich es möchte. Und sogar wenn ich das könnte, würde das ja jedes Mal anders klingen. Mit dem Virtual Soundcheck kann ich ausgiebig an EQ und Kompression arbeiten, in der ruhigen Halle, in der ich die feinen Änderungen hören kann, die ich in einer Live-Umgebung nie heraushören würde."

Schlussendlich ist es aber die Zuverlässigkeit der VENUE-Systeme, die sie zur ersten Wahl für Vater und Sohn machen. Edwards: "Einer der Gründe, warum wir so gut zusammenarbeiten, ist, dass wir beide wissen, dass wir die Künstler nicht auf die Bühne lassen, wenn nicht wirklich alles passt". "Und dass alles passt, dazu trägt wesentlich bei, dass wir sowohl am FOH-Platz als auch fürs Monitoring ein VENUE-System verwenden."