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Seit über 85 Jahren ermöglichen die Pinewood Studios Storytellern auf der ganzen Welt, ihre Visionen in Kino- und Fernsehfilmen zum Leben zu erwecken. Das legendäre Film- und Fernsehstudio vor den Toren Londons – Geburtsstätte von Filmklassikern wie James Bond, Star Wars und des Marvel Cinematic Universe – beherbergt 24 Studios, ein Unterwasserstudio, sieben Film- sowie drei Fernsehstudios. Die zugehörigen Shepperton Studios mit weiteren 14 Aufnahme- und 11 Tonstudios sind nur eine kurze Autofahrt entfernt.

Große und kleine Produktionsfirmen wählen Pinewood aufgrund seiner Geschichte und seiner erstklassigen Audio-Postproduktionen und Lokalisierungsdienste. Pro Tools ist bereits seit Jahrzehnten der Eckstein für alles, was mit Audio zu tun hat. Alle Mischpulte und Sound-Suites basieren auf den Hardwaresystemen, der Software und den Hardware-Controllern für Aufnahme, Bearbeitung und Mischung.

„Unsere Produktionen reichen von Spielfilmen mit einem Budget von mehreren Millionen, die von großen Studios produziert werden, bis hin zu kleinen Independent-Filmen und Sendungen für das britische Fernsehen“, erklärt Jens Christensen, Post Production Director bei Pinewood. „Wir decken also wirklich jede Art von Postproduktionssound ab … Ich denke, was uns wirklich von anderen unterscheidet, ist unsere große Anzahl von Studios und dass jeder hier von einer Leidenschaft für seine Arbeit angetrieben wird.“

In den letzten Jahren hat das Postproduktionsteam seine Tonstudios aufgerüstet und ältere Euphonix System 5-Konsolen und ICON-Hardware-Controller durch das vollständig modulare Avid S6 ersetzt. Zuletzt hat Pinewood das Powell Theatre – das größte Tonstudio Großbritanniens – mit einem Avid S6-Hardware-Controller für zwei Bediener mit 32 Fadern auf jeder Seite aufgerüstet.

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Jens Christensen (links), Post Production Director, und Paul Govey (rechts), Post Production Operations Manager, im Powell Theatre der Pinewood Studios vor dem Avid S6-Hardware-Controller für zwei Bediener mit 32 Fadern auf jeder Seite. Foto von Kevin Baker

Tradition trifft auf modernen Fortschritt
Avid S6 bietet Kunden und dem internen Team von Pinewood nicht nur in allen Tonstudios vertraute Mischpulte, sondern zusammen mit Pro Tools auch eine zentrale Plattform. Die erhöhte Flexibilität trägt zur effizienten Bewältigung der engen Zeitpläne und der unvermeidlichen Last-Minute-Änderungen bei.

„Ursprünglich hatten wir ProControl-Hardware-Controller. Als diese das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten, war es naheliegend, sie durch ICON-Hardware-Controller zu ersetzen“, erklärt Christensen. Die meisten von ihnen wurden mittlerweile durch S6 ersetzt. Das Studio verfügt derzeit über vierzehn S6-Hardware-Controller.

Ein wichtiger Faktor bei dieser Entscheidung war EUCON, das Ethernet-Protokoll, das der Avid-Hardware-Controller zur Kommunikation mit Pro Tools und anderen Audio- und Videoanwendungen nutzt. Durch die Integration von EUCON in S6 profitieren Toningenieure von der tief integrierten und intuitiven Touch- und Haptik-Steuerung von Pro Tools und Plugins sowie der Fernsteuerung aller Quellen und Lautsprechersets für das Monitoring.

Alex Symeonides, Junior Re-Recording Mixer bei Pinewood, erklärt den Grund für die neueste Anschaffung.

„Wir wollten den traditionellen Workflow beim Mischen von Filmen beibehalten. Wir haben immer noch mehrere Wiedergabeanlagen im Studio … Die zahlreichen ergonomischen Features des S6 erleichtern den Toningenieuren wirklich die Arbeit. Das macht die Sache für uns in Kombination mit den PEC/DIRECT-Messungen – die ein wesentlicher Bestandteil von S6 sind – und der Beibehaltung der fantastischen Integration mit Pro Tools so attraktiv. Es ist einfach hervorragend.“

Vorsprung durch Lokalisierung und die Nachfrage nach Dolby Atmos
Ein weiterer entscheidender Faktor war die Suche nach einer Lösung, die dem Studio größtmögliche Flexibilität bietet. Das Ziel laut Christensen war, unterschiedliche Kundenanforderungen zu erfüllen und den Workflow beim Lokalisieren und Mischen für das laut seiner Aussage „wahrscheinlich größte Studio der Welt“ zu optimieren. Doch bevor er sich entschied, recherchierte Christensen, was andere Toningenieure verwendeten.

„Wir kennen zahlreiche Toningenieure in L.A., die ich fragte, womit sie derzeit mischen. Einige von ihnen schickten mir Bilder von S6-Pulten, die sie im jeweiligen Studio einfach auf andere Konsolen gesetzt hatten … Es war ein gewisses Wagnis, da wir als erstes großes Mischstudio in Großbritannien ein duales S6 in unserem Hauptraum eingesetzt haben. Aber ich denke, das ist die Richtung, in die sich die Audio-Postproduktion entwickelt. Außerdem bietet es uns die Flexibilität, 99 % der Postproduktionen der Branche zu gewinnen.“

Das Studio rüstete auch seine Routing- und Monitoring-Funktionen mit einem einzigen Pro Tools | MTRX-Audio-Interface auf. Die Toningenieure können dadurch schnell und einfach zwischen verschiedenen Monitoring-Setups wechseln. Durch die Kombination aus Pro Tools, S6 und MTRX, die alle über EUCON miteinander kommunizieren, erhalten das Team und seine Kunden die nötige Geschwindigkeit und Flexibilität, um selbst anspruchsvollste Mischungen und Workloads zu bewältigen.

„Für den Klang verwenden wir aufgrund der Art der Inhalte, mit denen wir zu tun haben, fast ausschließlich Atmos“, erklärt Christensen. „Wenn wir bei der Lokalisierung eines großen Animationstitels beispielsweise 45 Versionen [eines Mix] erstellen, verwenden wir etwa für 30 Atmos. Die Suite ist wirklich gefragt.“

Paul Govey, Post Production Operations Manager bei Pinewood, ergänzt dies zustimmend: „Oft scheinen es gar nicht die Filmproduzenten, sondern vielmehr die Streaming-Kunden zu sein, die Dolby Atmos® wollen. Wir haben auch festgestellt, dass bei einigen Netflix-Titeln häufig eine Dolby Atmos HE [Home Entertainment]-Version verlangt wird, auch wenn die Kinofassung des Films kein Dolby Atmos-Mix ist.“

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Das Adrian Biddle Theatre in den Shepperton Studios verfügt über S6 mit 24 Fadern für Mischen, Mastering und ADR-Aufnahmen.

Das Beste für die Kunden
Was halten die Pinewood-Kunden von den Neuerungen? Symeonides bestätigt: „Unsere Kunden sind bisher extrem zufrieden gewesen. Sie können das S6 wie ein System 5 benutzen. Es fühlt sich somit vertraut an und ist etwas, womit sie gerne arbeiten.“

Govey fügt hinzu: „Einige unserer Kunden haben sehr genaue Vorstellungen davon, wie sie mischen wollen. Kürzlich hatten wir einen Tonmischer der alten Schule, der das neue S6-Mischpult – vor allem mit den beiden Drehregler-Panels pro Fader - hervorragend fand. Er hatte das Gefühl, auf einem S5 zu mischen.“

Bei diesem Kunden handelte es sich um den BAFTA-nominierten Toningenieur Adam Scrivener, zu dessen Referenzen Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1 und 2), The Gentlemen, Killer's Bodyguard 2, Roma und V wie Vendetta gehören. Er schwärmte:

„Die Arbeit an Pinewoods neuem S6 im Powell Theatre hat mich daran erinnert, wie befreiend ein gut konfiguriertes Pult im Tonstudio sein kann. Ich habe gern alle Regler-Module für den Inline-Zugriff auf den EQ. Mit den PEC/DIRECT-Panels und den Panning-Modulen fühlt es sich so an, wie sich ein Mischpult anfühlen sollte. Eine wirklich solide Sache.“

Für Pinewood ist wichtig, dass die Kunden zufrieden sind und ihre Visionen effizient und in höchster Qualität umsetzen können.

Dolby und Dolby Atmos sind eingetragene Marken der Dolby Laboratories.

FI