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Schon seit 26 Jahren ermöglicht das in Austin im US-Bundesstaat Texas angesiedelte South by Southwest (SXSW)-Festival einer breit aufgestellten Community von jungen Künstlern in den Bereichen Technik, Film und Musik sowie einem internationalen Publikum von Enthusiasten die Förderung von Karrieren und den Austausch von Ideen. Was 1987 einmal als Musikveranstaltung mit 700 registrierten Teilnehmern begann, hat sich inzwischen zu einer Fachkonferenz mit jährlich fast 32.000 Teilnehmern entwickelt, deren Angebot auch Film und interaktive Komponenten umfasst.

Über die eigentliche Veranstaltung hinaus hat die wachsende Beliebtheit des Festivals dazu geführt, dass SXSW inzwischen zu einem jährlichen Sprungbrett für Musik und Film geworden ist. So bildet SXSW eine Anlaufstelle für Kreative und Innovative der gesamten Branche und zieht Künstler an, von denen die in der Branche bewährtesten Tools für Audio- und Video-Lösungen von Avid eingesetzt werden. Hier einige besonders interessante Beispiele für Filme und Musik des SXSW-Jahrgangs 2013.

Film

Unabhängige Cutter und Filmemacher wie die SXSW-Teilnehmer sehen sich im Markt einem immer stärkeren Wettbewerb ausgesetzt. Für sie wird es zunehmend schwieriger, sich in einem bereits dicht besetzten Bereich zu behaupten. Denn wie können unabhängige Cutter und Filmemacher bemerkt werden? Indem Sie leistungsstarke Kreativ-Tools wie z. B. Media Composer einsetzen, die ihnen helfen, noch spannendere Geschichten in noch besserer Qualität abzuliefern. Einige SXSW-Künstler haben sich dazu geäußert, welch wichtige Rolle Avid-Lösungen in ihrer Entwicklung spielten.

Timothy Lovell (Editor) – HAWKING

Hawking ist ein anrührendes Biopic über das Leben und die Arbeit des weltberühmten Professors Stephen Hawking. Timothy Lovell nahm den Film in 1080i PAL-Material auf, das dann in Media Composer (auf einem HPZ800) eingespielt (beides nativ) und in Avid DNxHD transcodiert wurde. Er benötigte eine Lösung, die mehrere Kameraformate unterstützt, und Media Composer verschaffte ihm die Leistungsstärke und Flexibilität, die er brauchte, um „Hawking“ zu einem stimmigen Film zu schneiden. „Avid beweist seine Stärke im Umgang mit Mischformaten. Die Timeline verarbeitet einfach alles, was Sie einfügen, in Echtzeit“, lobt Timothy Lovell. „Wir hatten ein Problem mit Bildmaterial, das sowohl im Progressive- als auch im Interlaced-Format aufgenommen war, aber Avid kam mit dieser Mischung perfekt zurecht. Es war lediglich ein komplettes Rendering erforderlich, nachdem die Sequenz abgeschlossen war.“ Die Endbearbeitung der Sequenz erfolgte komplett in Avid Symphony zur Online-Nutzung.

Avid beweist seine Stärke im Umgang mit Mischformaten. Die Timeline verarbeitet einfach alles, was Sie einfügen, in Echtzeit.

TIMOTHY LOVELL, EDITOR, HAWKING

Vladimir de Fontenay (Autor, Regisseur, Editor) –Mobile Homes

Mobile Homes erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in einer unangenehmen Situation gefangen ist, und ihres Sohnes, der sich einen ungewöhnlichen Ausweg aus dieser Situation ausdenkt. Beim Editing des Films verwendete Vladimir de Fontenay ausschließlich Avid-Lösungen. Er nahm in Super 16 auf, ließ den Film von Deluxe entwickeln und ließ ihn dann von Metropolis in New York in einem Supervised Transfer übertragen. Er erfasste das Material mit DNx36 in Media Composer, schnitt den Film, erstellte die Titel und nahm einige endgültige Farb- und Kontrastanpassungen vor, bevor er die Auflösung des Films erhöhte und ihn in RGB exportierte. Die hochpräzisen Editing-Funktionen von Media Composer mit Echtzeit-Effektleistung ermöglichten ihm, mit den Herausforderungen fertig zu werden, vor denen er beim Schneiden des Films stand. „Der SteadyGlide Stabilizer hat mir bei einigen Szenen das Leben gerettet“, berichtet Vladimir de Fontenay. „Es gab einen Schwenk, den wir mit der Handkamera aufgenommen hatten und der nicht sehr flüssig war. Diese Aufnahme mussten wir unbedingt retten, denn es war unser einziger Take. Ich hatte von dieser Szene schon lange vor der Herstellung des Films geträumt und sie musste unbedingt funktionieren.“

Lee Salevan (Sound Editor) –This is Where We Live

This is Where We Live ist ein Porträt einer Familie in Texas Hill Country, bei dem es darum geht, wie ein ortsansässiger Handwerker der Familie hilft, sich um ihren Sohn zu kümmern. Lee Salevan verwendete Pro Tools zur Soundbearbeitung des Films und erklärt, dass er nur dank der Sessionverwaltungstools in der Lage war, die Herausforderungen in der Postproduktion zu meistern. „Mehrere Male musste während des Prozesses eine neue Bildbearbeitung erfolgen“, berichtet er. „Das war nicht ganz einfach, wenn ich mit meiner Arbeit bereits weit nach einer bestimmten Szene angelangt war. Die Funktion ‚Automation Follows Edit‘ in Pro Tools hat mich da mehrfach gerettet.“

Jacob Craycroft (Editor) –Downloaded

Downloaded ist ein Einblick in den Aufstieg und Fall von Napster und die Geburt der digitalen Revolution. Die gesamte Bearbeitung des Projekts führte Jacob Craycroft in Media Composer durch und er sagt, dass ihm das robuste Medienmanagement der Software gestattet hat, sich ganz auf das Storytelling zu konzentrieren. „Ganz allgemein bin ich der Meinung, dass das Medienmanagement der Avid-Bearbeitungssysteme allen anderen Lösungen bei Weitem überlegen ist“, ergänzt er. „Ich habe hier meinen ersten Dokumentarfilm seit zehn Jahren geschnitten, der zum großen Teil auf SD-Archivmaterial aus den unterschiedlichsten Quellen und langen HD-Interviews beruht. Die Möglichkeit zum Mischen der Formate, ohne dass ein Rendern erforderlich war, ist einfach klasse.“

Tom Eagles (Editor)Dotty

Dotty erzählt die Geschichte einer älteren Frau, die ihrer Tochter eine SMS-Nachricht schicken möchte, und was sie auf sich nimmt, um sich diese neue Fertigkeit anzueignen. Den Schnitt des in RED aufgenommenen Projekts erledigte er in Media Composer und übergab dann die Schnittliste an Post House, um die RED-Dateien vor der Farbgradierung wieder einzuspielen. Tom Eagles berichtet, dass es mit Avid keinerlei Probleme mit der Dateikompatibilität gab, was ihm ein intuitives Editing ohne Unterbrechung seines kreativen Prozesses ermöglichte. „Es ging wirklich darum, das Storytelling möglichst klar zu halten und die Grenzen der einzelnen Standorte zu verwischen“, erklärt er seine Arbeitsweise bei diesem Film, der in verschiedenen Städten gedreht wurde. „Media Composer ist für all das mein bevorzugtes Tool, einfach wegen seiner flüssigen und intuitiven Benutzeroberfläche.“

Es ging wirklich darum, das Storytelling möglichst klar zu halten und die Grenzen der einzelnen Standorte zu verwischen. „Media Composer ist mein bevorzugtes Tool, einfach wegen seiner flüssigen und intuitiven Benutzeroberfläche.

TOM EAGLES, EDITOR, DOTTY

Musik und Aufnahmen

Aufgrund der steigenden Kosten, die mit den wachsenden Erwartungen an die Soundqualität verknüpft sind, stehen unabhängige Musiker, Toningenieure, Studio-Manager und Techniker, wie sie bei SXSW zusammentreffen, vor großen finanziellen Herausforderungen. Die in Avid integrierten Lösungen für Software, Hardware und Bedienoberfläche sind für reibungsloses Zusammenwirken optimiert und bieten die Workflows und die Sessionverwaltungstools, die für Audioproduktionen mit tollem Sound erforderlich sind. Einige Audioprofis erklärten auf der SXSW, wie sie dank der bewährten Lösungen von Avid den Anforderungen der Produktion gerecht werden und ungehindert kreativ arbeiten können.

Brad Worrell (Studio-Manager, Produzent) – Converse Rubber Tracks Studio

Im zweiten Jahr nacheinander richtete Avid zusammen mit dem aus Brooklyn stammenden Converse Rubber Tracks Studio ein Popup-Aufnahmestudio für die Dauer von SXSW ein. Rubber Tracks arbeitet eng mit Sound City aus Austin zusammen, einem Studio, das zumeist im analogen Bereich arbeitet. Avid stellte dabei dem Studio leihweise die aktuellen Versionen von Pro Tools | HDX und Pro Tools | HD Native zur Verfügung. Einige ausgewählte lokaler Bands aus Austin wurden zu kostenlosen Aufnahme-Sessions eingeladen, die vom digitalen Converse-Publikum in den sozialen Medien aufmerksam verfolgt wurden.

Laut Brad Worrell, Manager und Produzent im Rubber Tracks Studio, erhielt das Studio mit Pro Tools | HDX die unbändige Power, die es brauchte, damit die Sessions keinen Beschränkungen ausgesetzt waren. „Das HDX-System ist schon ziemlich eindrucksvoll und wir sind damit niemals an irgendwelche Grenzen geraten“, berichtet er. „Es läuft wirklich einwandfrei und reibungslos.“ Zwei Wochen lang waren Brad Worrell und Toningenieur Alex McKenzie damit beschäftigt, Live-Aufnahmen von einigen der talentiertesten Newcomer-Bands aus Austin anzufertigen. „Wir haben versucht, wirklich die Bands herauszufinden, die keine Anstrengungen scheuen, um ihre Ideen Realität werden zu lassen“, erinnert sich Worrell. Diese Bands haben die bevorzugte Behandlung dann auch verdient.“

„Das HDX-System ist schon ziemlich eindrucksvoll und wir sind damit niemals an irgendwelche Grenzen geraten. Es läuft wirklich einwandfrei und reibungslos.“

BRAD WORRELL, STUDIO-MANAGER UND PRODUZENT, RUBBER TRACKS STUDIO

Tim Palmer (Produzent, Toningenieur, Tontechniker)

Tim Palmer, der schon mit U2, Robert Plant und The Cure gearbeitet hat, ist ein erfahrener Pro Tools-Nutzer. Er ist der Meinung, dass die SXSW-Teilnahme für die Leute aus der Recording-Community ganz wichtig ist, egal ob man nun an Diskussionsrunden teilnimmt oder einfach nur den Kontakt zu anderen Profis aus der Branche pflegt. Er besucht das Festival seit den 1990ern und war in diesem Jahr Teilnehmer der Diskussionsrunde „Evolution of the Record Producer“. „Diesmal habe ich Grouper Hines getroffen, der die ganzen Howard Jones-Aufnahmen gemacht hat. Er saß neben einem der Typen von 10cc“, berichtet Tim Palmer. „Ich habe Kevin Godley getroffen und mich mit ihm darüber unterhalten, wie es war, mit 10cc aufzunehmen. Es ist schon beeindruckend, auf Leute zu treffen, deren Namen man von den Rückseiten der Album-Cover kennt.“

Geoff Sanoff (Produzent, Toningenieur, Tontechniker)

Geoff Sanoff, Bassist von Edsel und in New York ansässiger Aufnahmeleiter bei den Fountains of Wayne, bei Nada Surf und Beirut, gehört schon zu den SXSW-Veteranen. Er erinnert sich gut, wie das Festival in den letzten 16 Jahren zunehmend größer und zu einem Treffpunkt wurde, auf dem immer mehr Branchen ihre Ergebnisse präsentierten. Doch die Musik bildet dabei nach wie vor eine Konstante. „Egal, wo du hingehst, immer macht dort irgendjemand Musik. Das ist wirklich cool für mich als Toningenieur, der die meiste Zeit im Studio arbeitet und kaum Zeit hat, sich mit den aktuellen Entwicklungen in der Musikwelt zu befassen“, erklärt Geoff Sanoff. „Hier triffst du einfach zufällig auf eine Band, die wirklich gut ist.“

FI