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Die Foo Fighters schreiben einen Liebesbrief an die amerikanische Musik.

In einer wahren Aufnahme-Odyssee durch die berühmtesten Musikstudios der USA hat der Fernsehsender HBO mit seiner Dokuserie „Foo Fighters – Sonic Highways“ neue Wege beschritten und an die erfolgreichsten Rockbands des 20. Jahrhunderts erinnert.

Die achtteilige Fernsehserie unter der Regie von Foo Fighters-Frontmann Dave Grohl zeigt die Band auf ihren Reisen in die legendären Studios in den verschiedensten Teilen der USA – Chicago, Austin, Nashville, Los Angeles, Seattle, New Orleans, Washington, D.C. und New York – und bei ihrer Arbeit am aktuellen Album „Sonic Highways“.

In jeder Episode gibt es Interviews mit einflussreichen Künstlern, Produzenten und Studiobesitzern – von Superstars wie Dolly Parton und Willie Nelson bis hin zu Pionieren der Aufnahmetechnik wie Steve Albini und Daniel Lanois. Das Ende jeder Episode bildet ein Musikvideo mit dem Song, den die Band in der jeweiligen Folge aufgenommen hat.

Die Realisierung der anspruchsvollen Serie war nur möglich, weil die Avid MediaCentral-Plattform für einen schnellen, effizienten und von Zusammenarbeit geprägten Workflow sorgte, bei dem für jede Episode problemlos 400 Stunden Bildmaterial verarbeitet werden konnten. Dieser Workflow wurde auch mit dem zunehmend knappen Zeitrahmen fertig, vor dem das Produktionsteam und eine Crew hochkarätiger Cutter und Audiotechniker standen, die das jeweils neue Material der Band zu verarbeiten hatten.

Insgesamt sechs Videoeditoren – Brian Lazarte, Scott Hanson, Grant MacDowell, Kristin McCasey, Lenny Mesina und Meg Ramsay – waren dabei für eine oder zwei Episoden verantwortlich. Sound Mixer Jeff Fuller stand an der Spitze eines Audioteams, an dem außerdem ein Dialogeditor und ein Soundeffekt-Editor mitwirkten, während ein Team von Postproduktionsassistenten für die weitere Verarbeitung in kürzester Zeit sorgte.

Dank der Media Composer®-Software aus der Avid Artists Suite und der Avid Pro Tools®-Software waren die Editing- und Soundteams in der Lage, eine von intensiver Zusammenarbeit geprägte Postproduktionsumgebung zu schaffen, in der auch die enormen Mengen an Bild- und Tonmaterial mühelos bewältigt werden konnten. Waren die Editoren mit ihren Episoden fertig, wirkten sie an anderen mit und teilten ganze Sequenzen von Bildmaterial, um den engen Zeitplan einzuhalten. Sie arbeiteten auch eng mit Dave Grohl und dem Autor Mark Monroe zusammen.

Vom Rock geprägt

Die erste Station auf der Sonic Highways-Tour war Chicago, wo Meg Ramsay hauptverantwortlich für den Schnitt war. „Die ganze Serie ist von einem unverkennbaren Stil und einer Haltung geprägt“, berichtet Meg Ramsay.

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„Bei Dave Grohl muss alles temporeich, emotional und witzig sein. Vor diesem Hintergrund hat jede einzelne Episode einen ganz eigenen Charakter, der von der jeweils besuchten Stadt geprägt war, vom Bildmaterial und vom jeweiligen Editor. In einigen Episoden gab es tolle Momente in den Studios, während der Zauber anderer Episoden von den Interviews mit anderen Musikern herrührte. In einigen Episoden ging es um die Lebensgeschichte von Dave Grohl, in anderen standen andere Geschichten im Mittelpunkt. Jeder Editor hat seinen ganz eigenen Stil in die Episoden eingebracht, doch letztendlich wird, wie bei allen Dokumentationen, die Geschichte erzählt, die im Bildmaterial steckte.“

Media Composer ist ein echtes Arbeitspferd. Es war immer ein äußerst zuverlässiges und intuitives System und ermöglichte auch einen reibungslosen Medienaustausch.

KRISTIN MCCASEY, EDITORIN

Nach einer ersten Sichtung des Bildmaterials schuf Autor Mark Monroe zusammen mit Meg Ramsay die Schnittkonzepte und ein Skript. Ähnlich gingen die leitenden Editoren in den anderen Städten vor.

„Während des gesamten Prozesses gab es Absprachen mit Dave Grohl dazu, worauf wir den Fokus lenken wollen und was seiner Meinung nach geht und was nicht“, berichtet Meg Ramsay. „Innerhalb einer relativ kurzen Zeit musste ein enormes Pensum an Editing-Arbeit geleistet werden.“

Als leitender Editor für die Episode in Austin stand Scott Hanson vor der großen Herausforderung, möglichst viele Geschichten innerhalb der vorgegebenen Zeit zu erzählen. „Wir hatten ja nur eine Stunde, also war eine strenge Auswahl nötig“, berichtet er. „Was sollte drin bleiben, was musste wegfallen? Wir haben die unterschiedlichsten Anordnungen und Ideen ausprobiert, was dann immer eine Inspiration für die weiteren Takes einer Sequenz oder eines Moments war.“

Mit Media Composer eine Geschichte erzählen

Brian Lazarte, leitender Editor der Episode aus Seattle, konnte angesichts des unglaublich engen Zeitrahmens von seiner langen Erfahrung mit den Tools aus Media Composer profitieren. „Ich begann mit den 20 Interviews, die das Grundgerüst der Episode bilden sollten“, erinnert sich Brian Lazarte. „Alle waren mir zwar als Abschrift verfügbar, doch für mich war es wichtig, sie mir anzusehen und zu spüren, welche Nuancen sie boten. Für jedes Interview setzte ich detaillierte Marker, um das Thema und die wesentlichen Stellen der Story zu markieren, aber auch lustige und interessante Momente. Dann musste mein Assistent James Leche aus allen meinen Marker-Notizen ein Master-Textdokument erstellen, das ich denn verwendete, um Anschlussmaterial, Themen und Story Points zu finden, aus denen ich die Story aufbaute. Dann kam das von mir angeforderte Archivmaterial hinzu und James Leche schuf in Media Composer eine Master-Sequenz voller Marker. Ich nutzte dieselbe Technik für mein gesamtes Archivmaterial. Ich musste also niemals meinen mir eigenen kreativen Rhythmus verlassen, um etwas zu finden.“

„Ich bin der Meinung, dass immer das Bildmaterial vorgibt, wie geschnitten werden sollte“, ergänzt Brian Lazarte. „Und Seattle gibt da ganz sicher einen ganz eigenen Stil vor.“

Grundsolides Medienmanagement mit Media Composer


„Ich würde sagen, dass das Medienmanagement eine echte Herausforderung für unsere Assistenten war“, meint Kristin McCasey, leitende Editorin der Episode in Nashville. „Wir tauschten Medien über viele Systeme aus und integrierten auch das jeweils neu aufgenommene Bildmaterial. Dazu kam noch der konstante Zufluss von Archivmaterial. Insgesamt hatten wir dann 70 TB in Avid Media, was 1300 Stunden Archivmaterial und 1900 Stunden neu aufgenommenes Bildmaterial umfasste und pro Episode durchschnittlich 400 Stunden an Bildmaterial ergab.“


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„Media Composer ist ein echtes Arbeitspferd“, ergänzt sie. „Es war immer ein äußerst zuverlässiges und intuitives System und ermöglichte auch einen reibungslosen Medienaustausch. Egal, wie groß ein Projekt war: Die Medien waren immer dort, wo sie sein sollten. Wir hatten wirklich keinerlei Probleme mit den Medien. Unsere Assistenten waren ganz toll. Sie sorgten dafür, dass wir über alles den Überblick behielten. So ordnete beispielsweise mein Assistent das Bildmaterial aus den Archiven je nach Thema den einzelnen Sequenzen zu. Immer wenn er neues Archivmaterial zu einer Sequenz hinzugefügt hat, war es grün markiert, um mich darauf hinzuweisen.“

Grant MacDowell, der die Episoden in Washington D.C. und New Orleans geschnitten hat, ist voll des Lobes für seinen Assistenten Mike Stone. „Ich konnte mich ganz auf ihn verlassen, wenn es darum ging, das Bildmaterial vorzusortieren und an den richtigen Stellen abzulegen“, berichtet er. „Sobald ich eine grobe Montage in Media Composer erstellt hatte, habe ich mir noch einmal das ganze Bildmaterial vorgenommen, um darin nach weiteren Juwelen zu suchen. Cutter wünschen sich immer, mehr Zeit zu haben. Das war auch bei diesem Job nicht anders.“

„Die Entscheidung für Media Composer fiel uns nicht schwer, weil es sich so einfach mit so vielen unterschiedlichen Codecs und Dateien integrieren lässt“, berichtet Mike Stone. „Bei den vielen mitwirkenden Cuttern war die Fähigkeit, Medien so schnell zwischen ihren jeweiligen Projekten austauschen zu können, eine echte Zeitersparnis. Und weil uns immer die Zeit im Nacken saß, brauchten wir ein Programm, das nicht nur mit unserem Tempo mithalten, sondern auch unseren Online-Workflow bewältigen konnte, ohne ins Stocken zu geraten oder abzustürzen.“

„Ein anderes Feature, das uns enorm geholfen hat, war die Duplikaterkennung“, ergänzt Mike Stone. „Bei derartig viel Archivmaterial ist es kompliziert, sich zu erinnern, welche Sequenz oder welches Standbild schon verwendet wurde. Die Duplikaterkennung hat dieses Problem für uns gelöst.“

Für Meg Ramsay, gleichzeitig auch leitende Cutterin für die Episode in Los Angeles, war der Multikamera-Modus von Media Composer eine enorme Hilfe. „Bei den Studioaufnahmen mit den Foo Fighters gab es drei oder vier stationäre Kameras und zwei weitere Handkameras“, erklärt sie. „Die Möglichkeit, alle Kameras zu gruppieren, hat uns das Leben gerettet.“

Auch für Lenny Mesina, erfahrener Media Composer-Nutzer und leitender Editor in New York, war diese Funktion von unschätzbarem Wert. „Da die Foo Fighters für jede Episode in verschiedenen Aufnahmestudios gefilmt wurden, mussten mehrere Kameras so eingerichtet werden, dass sie die Band beim Wechsel von Raum zu Raum zeigten“, erklärt er. „Manchmal wurden bis zu sechs oder neun Kameras verwendet. Mit Media Composer konnte ich alle Kameras gleichzeitig sehen, wodurch ich die Momente, die ich brauchte, besser erkennen konnte.“

Pro Tools sorgt für den perfekten Sound


Im Audiobereich setzte Jeff Fuller ausschließlich auf Pro Tools zum Mischen der Fernsehserie und arbeitete dabei mit einer Avid C|24-Bedienoberfläche. „Außer einigen Mikrofonvorverstärkern, die ich verwendet habe, war alles andere Avid-Hardware“, ergänzt er. „Alle unsere Cutter arbeiten mit Media Composer, wodurch wir mit Pro Tools einen äußerst flüssigen Workflow hatten. Es liest so viele Details, beispielsweise das Clip-Gain-Detail aus Media Composer. Es macht meinen Mixprozess sehr viel reibungsloser, denn ich kann gut nachvollziehen, was genau der Editor will.“


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Weil Pro Tools einfach auf einem Laptop laufen kann, ohne dass es zusätzliche Hardware erfordert, konnten wir unsere Aufgaben ganz schnell erledigen.

JIM ROTA, PRODUKTIONSLEITER

„Zu den Dingen, die ich mit C|24 gelernt habe, zählt das Surround-Panning“, erklärt Jeff Fuller. „In unserer Seattle-Episode haben wir mit dem Surround-Sound einige wirklich einmalige Effekte erzielt. Der Zuschauer kann beim Betrachten buchstäblich in die Klangwelt eintauchen. Bei der Episode aus New Orleans fand ich es sehr spannend, verschiedene Mikrofone und Elemente zu verwenden und sie in verschiedenen Bereichen des Raums anzuordnen. Mit C|24 und Pro Tools konnten wir ganz einfach alles, was mit dem Sound zu tun hatte, automatisieren, steuern und manipulieren.“

Produktionsleiter Jim Rota nutzte das Flaggschiff der Audiosoftware von Avid auch, um unterwegs die Mixe zu überprüfen. „Pro Tools wurde hauptsächlich verwendet, um sicherzustellen, dass bei der Aufnahme der Musikvideos alles klar und deutlich wiedergegeben werden konnte“, erklärt er. „Wir haben damit auch verschiedene Versionen für die Postbearbeitung erstellt – für verschiedene Dinge wie Framerate-Konvertierungen und alle möglichen Effekte, die hier und da einmal auftauchten. Dafür ist es so vielseitig einsetzbar wie ein Schweizer Taschenmesser.“

„Wir mussten uns so weit wie möglich zurückhalten, weil es ja in erster Linie darum ging, dass die Foo Fighters ein neues Album aufnehmen“, berichtet Jim Rota. „Die Fernsehserie war im Wesentlichen eine Ergänzung zu dieser Albumproduktion, also wollten wir ihnen nicht im Weg stehen.“

Ich habe die ganze Sendung auf Pro Tools gemischt und wir haben dabei keinerlei Pannen erlebt. Die Software ist stabil wie ein Fels.

JEFF FULLER, SOUND MIXER

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„Weil Pro Tools einfach auf einem Laptop laufen kann, ohne dass es eine Interface oder zusätzliche Hardware erfordert, konnten wir unsere Aufgaben ganz schnell erledigen, und zwar völlig problemlos. Wir konnten uns die Mixe überall anhören und mussten dazu nicht vor einem eigenen System sitzen. Es ist so unglaublich portabel. Es ist ein unglaublich tolles Tool für den mobilen Filmemacher.“

Jeff Fuller rundet sein Loblied auf Pro Tools ab, indem er berichtet, dass es sich in der gesamten Serie als ‚unglaublich robust‘ erwiesen hat. „Ich habe die ganze Sendung auf Pro Tools gemischt und wir haben dabei keinerlei Pannen und keine Software-Probleme erlebt“, fügt er hinzu. „Wenn der Benutzer keine Fehler macht, ist die Software an sich so stabil wie ein Fels.“

© 2018 Avid Technology, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Avid, das Avid-Logo, Avid Everywhere, iNEWS, Interplay, ISIS, AirSpeed, MediaCentral, Media Composer, Avid NEXIS, Pro Tools und Sibelius sind Marken oder eingetragene Marken von Avid Technology, Inc. oder ihren Tochterunternehmen in den USA und/oder anderen Ländern. Der Name Interplay wird mit Genehmigung der Interplay Entertainment Corp. verwendet, die für Avid-Produkte nicht verantwortlich ist. Andere Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. Produkt-Features, technische Daten, Systemanforderungen und Verfügbarkeit unterliegen Änderungen ohne Vorankündigung.

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